Versandkostenfreie Lieferung ab 60€

Wieviel Spielzeug braucht ein Kind?

Grimm's Holzspielsachen

Gestern war ich mit unseren drei Kindern auf einer ganz wundervollen Geburtstagsparty. Der dritte Geburtstag, mit vielen Kindern, Bekannten, Freunden und Familie. Wir waren nicht die Ersten und als wir das Geburtstagskind trafen war sie in bester Laune mit ihrem Onkel am Spielen. Unser Geschenk wurde kurz begutachtet, voller Freude ausgepackt {mit jauchzen und richtigem aufreißen}. Die Freude währte noch als der Onkel, aus dem Buch vorlas, die Kolbenflöte überzeugte auch. Wir glücklich, eine schöne Auswahl getroffen zu haben, schauten dabei zu wie nur wenig später das nächste und nächste und nächste Geschenk überreicht wurde. 

Wieviel Spielzeug tut einem Kind gut und wieviel braucht ein Kind? 

Ob nun selbst gekauft oder zum Geburtstag, es ziehen immer wieder {auch zwischendurch} neue Spielsachen in unserem Haus, in unser Leben ein. 

Aber wann ist es denn genug? Dieses Gefühl viel zu viel Spielzeug zu besitzen kennen bestimmt ein Großteil aller Eltern, genauso wie dieses kein richtiges zu haben. 

Der Wunsch an Familien und Freunde zu Anlässen wie Weihnachten, Geburtstag etc, etwas zu schenken, was das Kind wirklich braucht wird oft  {um nicht zusagen ignoriert} gekonnt umgangen. Der Wunsch dem Kind eine Freude zu bereiten, leitet uns zum kaufen und schenken. Doch oft hält der Moment der Freude und Zufriedenheit nicht lang, viel kürzer als was wir uns versprochen haben. 

Das Wort “Zeug” macht es nicht besser. Es ist etwas dem kein besonderer Wert beigemessen wird, was für mehr oder weniger unbrauchbar gehalten und deshalb nicht mit seiner eigentlichen Bezeichnung benannt wird.

Ich bin der Meinung, dass unserer Kinder vergleichsweise wenig Spielzeug besitzen. Doch wenn ich manchmal durchs Kinderzimmer streife, kann ich kaum noch etwas vom Fußboden sehen und alle Parteien sind genervt vom abendlichen Aufräummarathon. Dann würde ich gerne all dieses Zeugs für immer verschwinden lassen. Wir haben einfach immer noch viel zu viel. Zuviel von dem Zeugs was nicht bespielt wird, zu viel von den Zeugs, was bei 3 Kindern einfach als Fehlkauf abgestempelt werden darf. Wenn Spielzeuge zum Stressfaktor werden, weil Kinder in ihrer Masse keine Ordnung halten können oder weil sie einfach nur als Beschallung dienen, dann ist es meist sinnvoll umzudenken. 

Hier ist Spielzeug, dass man mit gutem Gewissen gemeinsam ausmisten darf: 

Kaputtes Spielzeug oder Sets/Spiele bei denen wichtige Teile fehlen

Spielzeug, das nicht {mehr} altersgerecht ist

Spielzeug, das Bildung verspricht aber keine Freude macht

Alles was blinkt, laute Geräusche macht und prima zum berieseln geeignet ist

Doppeltes oder sehr ähnliches Spielzeug

Quengelkäufe, wer kennt sie nicht

Und was brauchen Kinder nun wirklich an Spielsachen

Zeichenmaterial: Wachsmalblöcke oder Buntstifte, Aquarellfarben ein dicker Block und Kleber – vollkommen ausreichend

Musik: eine kindgerechte Musikbox wie die von Tonies oder der Hörbert, natürlich geht auch ein oldschool Kassettenrekorder oder CD-Player

Eine Bücherkiste: regelmäßig befüllen mit 5 altersgerechten Büchern, aus dem Bücherregal oder aus der Bibliothek

Verkleidung, lustige Teile aus dem Second Hand Laden, selbst genähtes oder gekauftes (Danke an eine liebe Freundin, die mich schon bei unserem ersten Kind immer wieder darauf hinwies.)

Tierfiguren von Schleich, Ostheimer oder Holztiger

Bauklötze von Grimm’s oder Wooden Story, Tegu oder Lego (Duplo)

Tücher, Laken, Decken zum verstecken, Höhlen bauen, zum freien kreativem Spiel

Auto, Puppe

ein Haus, eine Art Puppenhaus, eine Garage, ein Bauernhof 

Weniger ist im Hinblick auf Spielsachen in der Tat mehr. Wichtig ist, hat alles einen festen Platz? Gibt es überhaupt genug Platz? Denn dann spielen unsere Kinder ausdauernder, erleben einen echten Flow {ganz versunken im Spiel, so dass sie nichts mitbekommen von dem, was um sie herum passieren}  ohne wie ein Schmetterling von Station zu Station zu fliegen.


2 Kommentare

  • Du hast absolut recht! Sogar bei unserem Einkährigen hat sich schon einiges angesammelt… trotzdem hast du noch eine wichtige Sache vergessen in der Aufstellung ;) ein Kuscheltier! Und dabei hast du doch sooo schöne in deinem Laden.
    Hab ein schönes Wochenende!!!

    Antonia
  • Ein wundervoller Artikel. Man muss es sich immer wieder klar machen, dass Zuviel mehr belastet, als wirklich Freude bereitet. Gerade Geburtstage oder Weihnachten bei denen einfach sehr sehr viel geschenkt wird, sind traurig, weil in der Masse der Dinge die Freude über jedes einzelne Geschenk unter geht.

    Viele meiner Verwandten wohnen weit weg. Geschenke kommen daher oft per Post. Ich lasse so jeden Tag maximal ein Paket öffnen und kann jedem Geschenk „Raum“ geben.

    Sonja

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen