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Wie du dein Baby warm hältst

Die richtige Temperatur für Neugeborene

Neugeborene warm halten!

Draußen regnet es, der Wind ist eisig, du stehst unter der Dusche, warmes Wasser, so angenehm, zum wohlfühlen. Ganz plötzlich ist das Wasser aus, jemand öffnet das Fenster, es zieht kalt hinein.

Du holst tief Luft. 

Dieses Temperaturerlebnis gleicht dem deines Babys direkt nach der Geburt. Dem des ersten Atemzuges. 

Akklimatisierungszeit

Rund 40 Wochen wächst dein Baby in einer relativ temperaturstabilen Umgebung heran. War es während der Schwanger­schaft gewohnt, schwerelos und gleichmäßig temperiert, ununterbrochen ernährt und vom Herzschlag von dir begleitet zu werden, tritt es nun in eine völlig neue Welt ein. Du kannst ihm diesen Übergang erleichtern, indem du deinem Baby behutsam an die vielen Eindrücke der Außenwelt heranführst. Und vor allem mit viel Liebe und Wärme begegnest. Denn unmittelbar nach der Geburt ist der Wärmeverlust für die Kleinen am Größten. Das Kind kennt noch nichts anderes als deine wohlige Wärme aus dem Bauch. 

Demnach ist die Akklimatisierungszeit nach der Geburt am Größten. Die Haut deines Babys ist noch unreif und der Wärmehaushalt muss sich langsam entwickeln. Anderseits liegt es auch einfach in der Natur des Menschen sich an neue klimatische Bedingung eher langsam zu gewöhnen.

Unser Körper ist stark von seinem eigenen jeweiligen Temperaturniveau abhängig. Ist uns warm oder frieren wir, sind wir unkonzentriert, träge und müde. In Fieberphasen sind wir oft nicht mehr in der Lage, klar zu denken und unsere Umwelt wahrzunehmen. Bei Kälte bewegen wir uns eingeschränkt und sind vom Wunsch nach einer warmen Umgebung dominiert. Wenn wir uns wohfühlen, sind wir gut gelaunt, aufmerksam, aufnahmefähig. So auch mit deinem Neugeborenen. Dein Baby braucht in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt jedoch die Möglichkeit, sich gut an die neue Umgebung anzupassen. Nur so ist es in der Lage, sich bemerkbar zu machen, etwa wenn es hungrig ist. Um sich wohlzufühlen, brauchen Neugeborene also eine beständige Temperatur, in der Köpfchen und Extremitäten warm sind. Dann gelingt ihnen ein guter und langsamer Start. Über den nur leicht behaarten Kopf und die noch geöffnete Fontanelle verliert das Kind bis zu 70 Prozent seiner Körperwärme auch das Verhältnis zum Körpergewicht und die relativ große Körperfläche sorgen dafür, dass es leichter auskühlt. 

Körpertemperatur bei Babys

 Die normale Körpertemperatur eines reifen Neugeborenen liegt bei 36,5 - 37,2 °C. 

Sind kalte Hände und Füße bei Babys normal? 

Auch wenn es weit verbreitet ist, ist es deswegen nicht normal. Auffallend ist hierbei, dass diese ganz schnell warm werden,wenn ihr engen Körperkontakt habt. Kuscheln, Stillen, Tragen. Die Hände und Füße eurer Babys sind warm. Kalte Hände und Füße bekommen die Babys immer nur dann, wenn sie längere Zeit ohne Körperkontakt sind.

Dann kühlen sie nämlich aus und zentralisieren, demnach versorgt der Körper {wie bei einem Schock} die lebenswichtigen Organe im Gehirn und Körperstamm. Infolgedessen wird die Durchblutung der Extremitäten reduziert. Daher fühlen sich auch der Kopf, Nacken und Bauch des Babys noch warm an. 

Die kalten, weiß-bläulichen oder marmorierten Hände und Füße sind also deutliche Anzeichen einer Auskühlung. Oft gehen kalte Hände und kalte Füße mit Schluckauf einher, die Babys schlafen schlecht, weinen vermehrt und sind insgesamt eher unzufrieden.

Soll ich meinem Baby dann mehr anziehen oder die Raumtemperatur erhöhen? 

Wenn dein Baby der Jahreszeit entsprechend gekleidet ist,liegt es wirklich nicht an der unzureichenden Bekleidung oder der geringen Außentemperatur. Denn auch bei 33 Grad im Sommer haben Babys kalte Füße und Hände. Der Grund hierfür ist ein nicht artgerechter Umgang mit dem Neugeborenen. 

Babys sind einfach nicht dafür geschaffen, für längere Zeit alleine zu sein. Sie sind keine Nesthocker, wie etwa neugeborene Katzen, Hunde, Mäuse oder Kaninchen.

Ganz im Gegenteil, Menschenbabys sind Traglinge, d.h. sie erwarten nach der Geburt am Körper der Mutter getragen zu werden, so wie alle anderen Primatenbabys auch. Eine Schimpansenmama würde nie auf die Idee kommen ihr Neugeborenes abzulegen. Sie sind somit immeran der Nahrungsquelle, werden aktiv von der Mama gewärmt und sind von Gefahren geschützt.

 Tragen ist wohl neben Trinken eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Babys. Bedürfnisse stillen verwöhnt {auch ganz bestimmt} nicht. 

 Im Allgemeinen

  • Kuscheln, ganz viel Körperkontakt, und Tragen sind die beste Wärmflasche und begleiten dein Baby sanft in die neue Welt
  • Warme Füße sind wichtig, Wollsocken oder Söckchen mit Bambus / Woll-Anteil
  • Achte auf die Hautverträglichkeit und Atmunsaktivität der Kleidung 
  • Einölen nach dem Baden oder Waschen regt die Durchblutung an und schafft eine gute Wärmehülle {Calendula ist zum Beispiel eine Wärmepflanze} 

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